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Geschichte und Geografie

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Lissabon wurde um 1200 v.Chr. von den Phöniziern gegründet, wie archäologische Funde bei der Lissabonner Kathedrale und bei der Burg St. Georg beweisen.

Zwischen 719 und 1147 wurde Lissabon von Mauren beherrscht, die aus Nordafrika kamen, und erst nach diesen 400 Jahren der Fremdherrschaft eroberte Dom Afonso Henriques und sein Kreuzritterheer al-Lisbuna, wie die Stadt von den Mauren genannt wurde. Afonso Henriques als erster König Portugals machte 1497 die Stadt Lissabon wegen ihrer günstigen geografischen Lage zur Hauptstadt des Königreichs.

Die Hauptstadt wurde in den letzten Jahrhunderten des Mittelalters zu einem wichtigen Handelshafen mit Verbindungen zu anderen Küstenstädten am Mittelmeer und Nordeuropa. Im 15. bis zum 17. Jahrhundert, der Zeit der großen Entedeckungen zur See, verstärkte Lissabon seine Bedeutung als großer Hafen und wichtiges Handelszentrum Europas; man denke nur an die folgenreichen Seefahrten, die von Lissabon ausgingen, wie z.B. die von Vasco da Gama 1497, bei der der Seeweg nach Indien entdeckt wurde.

König D. João V. ließ zu Beginn des 18. Jahrhunderts das grandiose Aquädukt „das Águas Livres“ bauen, Ein beachtliches Bauwerk für diese Zeit, das sogar dem schweren Erdbeben von 1755 standgehalten hat. Ein großer Teil der Stadt wurde jedoch zerstört. Der Wiederaufbau der Stadt wurde vom Marquis de Pombal in seiner Eigenschaft als Ministerpräsident des Königs geleitet; daher hat die Unterstadt noch heute den Namen Baixa Pombalina. Ihm verdanken wir auch den Rossio-Platz und majestätisch direkt am Tejo gelegenen Platz Terreiro do Paço.

Während der von Napoleon Bonaparte in den ersten Jahren des 19. Jahrhunderts befohlenen französischen Invasionen in Portugal erlebte Lissabon intensiv die Kämpfe der Liberalen; das führte jedoch auch durch die Eröffnung verschiedener Cafés und Theater zu einem kulturellen Aufblühen der Stadt.

Lissabon war Schauplatz der wichtigsten Aufstände und Revolutionen der portugiesischen Geschichte, wie z. B. die Ausrufung der Republik 1910 oder die Nelkenrevolution 1974, die dem fast 50 Jahre andauerndem autoritären Regime Salazars ein Ende setzte und eine Demokratie einführte, die bis heute andauert.

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